| Dr. med. Martin Bues (19.10.2001 in www.facharzt.de) Leserbrief zum Thema: Preisvergleich bezog sich auf die Vergangenheit |
| Meine im Editorial der
Schwerpunktausgabe Handchirurgie genannten Preisvergleiche bei stationären
und ambulanten Operationen bezogen sich ausschließlich auf Gegenwart
und Vergangenheit. Die Zahlen sind teils aktuell, teils seit Jahren bekannt,
publiziert (Brenner 1992 und 1995, Brökelmann 2001) und vielfach zitiert.
Sie betreffen die ambulant durchführbaren Eingriffe aller Fachgebiete,
nicht nur die chirurgischen. Spezielles handchirurgisches Zahlenmaterial
gibt es bisher nicht.
Die vom BNC im März 2000 veröffentlichte und im März 2001 modifizierte Preisliste chirurgischer Operationen soll eine Verhandlungsgrundlage für die Zukunft sein. Sie ist monistisch kalkuliert, das heißt, sie enthält keine Subvention von anderer Seite. Es versteht sich von selbst, dass künftige Krankenhauspreise ebenfalls monistisch kalkuliert sein müssen. Die bisherigen großen Preisunterschiede zwischen Klinik und Praxis sind evident, jeder kennt die Gründe. Diese Differenz hat sich seit Jahren kaum verändert. Zwar wurde die stationäre Liegedauer langsam kontinuierlich verkürzt und damit auch der Preis pro Operation. Andererseits kam es durch den hinreichend bekannten Punktwerteverfall in den Praxen - besonders in den neuen Bundesländern - zu dramatisch niedrigen Dumping-Preisen pro Eingriff. Die nun vom Gesetzgeber vorgeschriebenen dreiseitigen Verhandlungen werden
also spannend, besonders angesichts der zukünftigen Krankenhaus-Fallpauschalen
(DRG). Erfreulich ist, dass Kollege Hoffmann die vom BNC projektierten
Preise aus Kliniksicht indirekt bestätigt. Die BNC-Liste findet ja
auch bei Politik und Krankenkassen überwiegend Zustimmung. |
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